Heinkel He 115

Heinkel He 115

Revell · 1/72 · Aircraft Abgeschlossen
Luftwaffe Wasserflugzeug Vintage-Kit Scale Model Trophy

Vorbild / Geschichte

Von den im Zweiten Weltkrieg eingesetzten Schwimmerflugzeugen war die He 115 das grösste, aber auch das leistungsfähigste grosse Kampfflugzeug dieser Art mit Doppelschwimmern. Ab Anfang 1940 wurde die verbesserte Version B-1 gefertigt, sie erhielt Rüstsätze für den Bomben- und Torpedoeinsatz. Die vorwiegend in Nordeuropa eingesetzten He 115 der Küstenflieger-Gruppen wurden bekannt durch die Bekämpfung von alliierten Konvois.

[Quelle: www.revell.de]

Kit Review

Der vorliegende Bausatz stammt von Revell, geht aber auf das Formwerkzeug von Matchbox (PK-401) zurück, das bereits 1976 auf den Markt kam. Die Spritzlinge sind nicht mehr wie damals bei Matchbox üblich in unterschiedlichen Farben gehalten, sondern einheitlich in Grau - dazu kommt ein Spritzling in Klarsichtmaterial für die charakteristisch lange Cockpitverglasung.

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Grund für die Wahl dieses betagten Bausatzes war die Teilnahme an der Scale Model Trophy (Wings, Wheels & Tracks) in der Vintage-Kategorie A4, für die ein vor 1979 erschienener Bausatz gebaut werden muss.

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Zubehör

Die Regeln der Kategorie A4 schreiben vor, dass am Bausatz nichts verändert oder verbessert werden darf und auch kein Zubehör von Drittherstellern zum Einsatz kommen darf. Das Modell entstand deshalb zu hundert Prozent out of the box.

Bau

Der Flieger wurde zunächst grob zusammengesetzt, um die Proportionen zu prüfen und zu sehen, wie viel vom kaum vorhandenen Cockpit später überhaupt noch sichtbar ist. Da die Inneneinrichtung ausser zwei Sitzen keine Details bietet, sorgt zusätzlich die milchig-trübe Verglasung dafür, dass ohnehin kaum etwas zu erkennen wäre.

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Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit habe ich den Rumpf bereits verklebt, bevor die Bodenplatte von vorne eingeschoben wird. Die Kanzelverglasung ist deutlich milchig und wurde zur Kontrolle probeweise mit Klebeband fixiert.

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Ein Bad in Klarlack (Future) reduzierte den Milchglaseffekt der Kanzel spürbar - danach sieht man die Piloten schon deutlich besser durch die Scheiben.

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Die angedeuteten Sternmotoren erhielten bereits vor dem Einbau leichte Alterungsspuren. Die beiden Piloten habe ich kräftig bemalt, damit später wenigstens ansatzweise etwas durch die Scheiben zu erkennen ist; der liegende Beobachter folgte im gleichen Farbschema, wurde aber erst nach der Lackierung in den Rumpf eingesetzt.

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Die Passgenauigkeit an Rumpf und Tragfläche ist streckenweise schlecht und musste mit Zweikomponentenspachtel geschlossen werden - entsprechend zeitintensiv war das Verschleifen. Auch die Verglasung des rückwärtigen Standes und des Bordschützen liess sich nicht spannungsfrei einpassen und musste nachgearbeitet werden.

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Nach dem Anprobieren der Motorgondeln stand die Heinkel schliesslich zum ersten Mal komplett im Rohbau.

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Lackierung

Die Schwimmer wurden zuerst grundiert, die Bugspitzen erhielten schon früh ihre rote Kennfarbe. Für die spätere Tarnbemalung wurden die entsprechenden Bereiche sorgfältig abgeklebt.

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Das Modell ist für die Lackierung vorbereitet und bekommt als erstes einen Farbauftrag über die Kanzel mit RLM02 (Tamiya XF-22), damit die Kanzelstreben von innen im gleichen Farbton wie der Innenraum erscheinen. Die Unterseite erhielt RLM65 (Tamiya XF-23), die Flügelenden das obligate Gelb.

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Anschliessend folgte das Tarnmuster der Oberseite - freihändig mit der Airbrush aufgetragen, um die charakteristischen weichen Konturen zu erhalten.

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Nach der Grundlackierung und einer Schicht Future als Zwischenversiegelung konnten die Decals aufgebracht werden. Revell liefert einen ausführlichen Decalbogen für die Kennung K6+CH mit; leider spendiert Revell den Decals einen recht matten Trägerfilm, der hoffentlich am Ende nicht mehr auffällt.

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Weathering

Da der Matchbox-Ursprungsbausatz nicht sonderlich viele Details hergibt, sollte eine ansprechende Alterung wenigstens etwas mehr Tiefe herausarbeiten. Die einzelnen Baugruppen wurden dazu separat gealtert und erst nach dem Zusammenbau nochmals homogenisiert.

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Nachdem die erste, eher dezente Alterung im Gesamtbild zu wenig Wirkung zeigte, habe ich Verschmutzung und Chipping an mehreren Stellen nochmals verstärkt.

Final

Zum Schluss wurden die gealterten Schwimmer über ihre Streben montiert und letzte Kleinteile ergänzt - damit war die Heinkel He 115 fertiggestellt.

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Galerie

Mehr Fotos gibt es in der Galerie.